Ewig und ein Sommer

Sophie glaubt an einen Fluch, der ihr die erste Liebe verwehrt.Obwohl sie kein Wort versteht, sieht sie sich mit ihrer Oma ständig brasilianische Telenovelas im Fernsehen an.Ihren Rauhaardackel Whiskey liebt sie über alles, hasst aber Katzen und Ponys, dennoch würde sie am liebsten mit dem Zirkus durchbrennen.Weihnachten feiert Sophie im Hochsommer, und auch noch mit achtzehn klettert sie auf Spieltürme hinauf.Sie bringt die Menschen um sich herum am liebsten auf die Palme, aber am besten: zum Lachen und aus sich heraus.Genauso wie Konrad, der sich von ihrer Verrücktheit und ihrem Nichtangepasstsein beeindrucken und anstecken lässt.Weil sie ihn aus seinem Schneckenhaus herauslockt.Weil sie ihn in ihre eigene Welt zieht.Weil er dann seine verkorkste Familie vergessen kann.Weil er sich neben Sophie so schrecklich normal fühlen kann – und gleichzeitig so herrlich verrückt.Oder ist es ihm letztendlich doch wichtiger, was die anderen von ihm denken?

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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Kerstin Arbogasts Liebe zu Jugend- und Fantasyliteratur entstand, zugegebenermaßen, mit einem Jungen, der im Sonnenlicht funkelt. Der Traum, eine eigene Geschichte auf Papier zu bannen, erwachte jedoch erst Jahre später. Sie liebt Bücher mehr als Ebooks, Bücherregale mehr als Schuhregale, Fernsehserien mehr als Kinofilme, Schokoeis mehr als Brokkoli, Sonntage mehr als Montage, Land mehr als Stadt, Hunde mehr als Pferde aber auch nur, weil ihre beiden Hütehunde bei dieser Entscheidung ein Wörtchen mitzureden hatten.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Ich musste den Samstagabend als etwas wie die erste Stufe einer Eigenblutbehandlung betrachten.
Diese Erkenntnis kam mir in den letzten Tagen. Dank Oma Ursel und ihrem Hang für alternative Medizin.
Man therapierte sich dabei mit dem eigenen Blut, um sein Immunsystem zu stärken. Denn vielleicht musste ich nur noch ein paar solcher Tage und Abende mit Konrad verbringen, dann würde ich gegen ihn immun werden. Mein Blut würde nicht mehr aufkochen wie bei einem eruptierenden Vulkan, sondern abkühlen, die dickbäuchigen Cupidos würden in der zäh dahinfließenden Masse kläglich ersaufen. Zum Teufel mit ihren Pfeilen, Flügelchen, ihrem unschuldigen Lächeln und ihren hinterhältigen, perversen Gedanken.
Mit der Zeit würde Konrad sicherlich auch all die schrecklichen Verhaltensweisen eines Jungen an den Tag legen, die sie so wenig liebenswürdig erscheinen ließen: lautstark die Rotzfahne hochziehen, als ob er einen einfahrenden Zug imitieren wollte. Ausgrabungsarbeiten in der Nase vornehmen und sich dann freuen, als ob er ein Skelett eines T-Rex entdeckt hätte. Oder blöde Witze mit den Kumpels über mich und meine Hobbys reißen.
Früher oder später würde ich über ihn und seine Lippen hinwegkommen, über sein Teacup-Grinsen und diese blonde Strähne, die ihm immer in die Augen fiel …
Und falls das alles nicht klappen sollte, konnte ich Oma immer noch darum bitten, mir ein paar Blutegel anzusetzen. Sie würden dieses verdammte Gift namens Verknalltheit schon aus mir heraussaugen.

Sophie glaubt an einen Fluch, der ihr die erste Liebe verwehrt.Obwohl sie kein Wort versteht, sieht sie sich mit ihrer Oma ständig brasilianische Telenovelas im Fernsehen an.Ihren Rauhaardackel Whiskey liebt sie über alles, hasst aber Katzen und Ponys, dennoch würde sie am liebsten mit dem Zirkus durchbrennen.Weihnachten feiert Sophie im Hochsommer, und auch noch mit achtzehn klettert sie auf Spieltürme hinauf.Sie bringt die Menschen um sich herum am liebsten auf die Palme, aber am besten: zum Lachen und aus sich heraus.Genauso wie Konrad, der sich von ihrer Verrücktheit und ihrem Nichtangepasstsein beeindrucken und anstecken lässt.Weil sie ihn aus seinem Schneckenhaus herauslockt.Weil sie ihn in ihre eigene Welt zieht.Weil er dann seine verkorkste Familie vergessen kann.Weil er sich neben Sophie so schrecklich normal fühlen kann – und gleichzeitig so herrlich verrückt.Oder ist es ihm letztendlich doch wichtiger, was die anderen von ihm denken?

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